Glossar
AFF
ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck "Accelerated Freefall" und heißt in
die deutsche Sprache übersetzt „beschleunigte Freifallausbildung“. Die
AFF-Ausbildung ist die zeitgemäße Ausbildungsmethode um das Fallschirmspringen
zu erlernen. Die AFF-Ausbildung gliedert sich in 7 aufeinander abgestimmte
Leistungsstufen.
Automatenspringen oder wie man so schön sagt „Reißleinen-Sprung“.
Der Fallschirmspringer ist mit seinem Fallschirm mittels einer Aufziehleine
(engl. static line) mit dem Flugzeug verbunden.
Der Schirm wird nach Verlassen des Flugzeuges automatisch geöffnet.
Box-Position
nennt man bei Fallschirmspringen die symmetrische Körperhaltung. Damit wird die
neutrale Grundhaltung beim Freifall-Formationsspringen benannt.
BOC
bottom of
container; Anbringung des Öffnungssystems am Boden des Fallschirmcontainers;
Bridle
Hilfsschirmverbindungsleine
Container
ist der Teil des Fallschirmgurtzeuges der die Fallschirmkappen beinhaltet. Man
unterscheidet zwischen dem Hauptcontainer und dem Reservecontainer.
Cutaway
Abtrennvorgang
des Hauptschirms
CYPRES
ist das im Fallschirmsport marktführende
automatische Öffnungssystem für Schüler und erfahrene Fallschirmspringer. Das
Cypres wurde von der Fa. Airtec GmbH mit Sitz in Bad Wünnenberg/NRW entwickelt
und hergestellt. Es funktioniert computergesteuert und pyrotechnisch.
Drei-Ring-System
ist ein Bestandteil des Fallgurtzeugs. Das Drei-Ring-System stellt die Verbindung
zwischen dem Hauptfallschirm und dem Gurtzeug her. Es bewirkt im Notfall eine
sofortige Trennung des Fallschirmspringers
vom Hauptfallschirm.
Drop Zone Englischer Ausdruck für Sprungplatz.
Endgeschwindigkeit
Etwa 10 Sekunden nach Absprung aus dem Flugzeug, unter Beibehaltung einer
neutralen Körperhaltung, endet für den Springer die Beschleunigung im freien
Fall. Die erreichte Fall- bzw. Endgeschwindigkeit beträgt dann zwischen 180 und
200 km/h.
Exit
Absprung aus dem Flugzeug
Flash
Spezielle Körperhaltung im freien Fall, die eine schnelle Horizontalbewegung
ermöglicht; früher auch Pfeillage genannt.
Gurtzeug
Teil des Fallschirmsprungsystems, das aus den Containern für die Fallschirme
sowie Bein- und Brustgurten zum Anlegen besteht. (engl. "rig" oder
"gear").
Hilfsschirm
Kleiner Schirm, der über die Hilfsschirmverbindungsleine mit dem
Hauptfallschirm verbunden ist. Nach dem Einleiten des Öffnungsvorganges gerät
der Hilfsschirm in den Luftstrom und zieht den Hauptschirm aus dem Container
(engl. "pilot chute").
Höhenmesser/Altimeter
Technisches Hilfsmittel, das dem Springer die aktuelle Höhe anzeigt.
Kappe
Anderer Begriff für den "eigentlichen" Fallschirm, dem tragenden Teil
aus Gewebe. Während frühere Fallschirm-Kappen rund waren sind heute vorwiegend
rechteckige im Einsatz.
Kappentrennung
Abtrennen des Hauptfallschirmes vom Gurtzeug im Falle einer Funktionsstörung,
um danach die Öffnung des Reservefallschirms einzuleiten. Eine Kappentrennung
kann notwendig werden, um ein Verwickeln des Haupt- und Reservefallschirms zu
vermeiden (engl. "cut away").
Klassische Disziplinen
Sammelbegriff für das Ziel- und Figurenspringen
Relativ
Umgangssprachlicher Ausdruck für die verschiedenen Arten des
Formationsspringen. Stammt vom englischen "relative work". Es gibt
das Freifallformationsspringen (heute: formation skydiving (FS) genannt) und
das Kappenformationsspringen (heute: canopy formation (CF)).
Skydiver
Englischer Begriff für Fallschirmspringer.
Skygod
Tatsächlicher, vermeintlicher oder selbsternannter Experte im Fallschirmsport.
Tandem
Fallschirmsystem, das von Größe und Leistungsfähigkeit für 2 Personen ausgelegt
ist.
Tandemmaster
Fallschirmspringer mit Berechtigung zur Durchführung von Passagiersprüngen am
Tandemfallschirm.
Tragegurt
Verbindung zwischen dem Gurtzeug und den Fangleinen des Fallschirms (engl.
"riser").
Windsack
Gut sichtbares Zeichen und Hilfsmittel zum Ermitteln der Windrichtung.
Windtunnel
Technische Konstruktion, die mit Hilfe starker Turbinen einen Luftstrom erzeugt
auf dem Menschen fliegen können. Der freie Fall kann hier optimal nachempfunden
werden. Einige Ausbildungsbetriebe für Fallschirmspringer beziehen Windtunnel
bereits regelmäßig im Rahmen ihrer Ausbildung mit ein.
X-Lage
Symmetrische Freifallhaltung, bei der Arme und Beine gleichmäßig weit vom
Körper gestreckt werden.
Zielkreis
Kreisrunde Landefläche, die meistens mit Kies ausgelegt ist.




